Ray of Light
Ray of Light ist das 7. Album von Madonna. Es erschien im März 1998. „Ray of Light“ wurde zu seiner Veröffentlichung von der Kritik als bisher bestes Madonna-Album nach „Like a Prayer“ gefeiert und wird seitdem regelmäßig auf den Listen von Musikzeitschriften zu den besten Rock/Pop-Alben gezählt. Es gewann u. a. die beiden Grammys für das beste Popalbum und das beste Dance-Album 1999 – außerdem das beste Dance-Video „Ray of Light“. Nachdem sich Madonna die Jahre zuvor mit eher ruhigeren Alben („Bedtime Stories“, „Something to Remember“, „Evita“) bemerkbar gemacht hatte, sollte dieses Album eine komplette Wende in Madonnas Karriere bedeuten. Ihre Stimme hatte durch die Arbeit an dem Musical „Evita“ an Stärke gewonnen und auch persönlich hatte sie eine Wandlung durchlebt: Sie war mit ihrer Tochter Lourdes das erste Mal Mutter geworden und hatte sich der Kabbalah zugewandt, was sie in ihre Texte einfließen ließ: Die waren durchweg geprägt von ihrer neuen Rolle als Mutter (u. a. „Little Star“, „Drowned World/Substitute for Love“, „Mer Girl“) und dem fernöstlichem und altjüdischen Glauben mit den Themen Tod und Wiedergeburt (u. a. „Ray of Light“, „Frozen“, „Sky Fits Heaven“ und dem in Sanskrit gesungenen „Shanti/Ashtangi“). Die orientalischen Einflüsse beschränkten sich allerdings nicht auf die Texte, sondern spiegelten sich auch in der musikalischen Untermalung wider; Beispiele hierfür sind die Single-Auskopplungen Frozen und Nothing Really Matters.
Downloaden und Probehören
Unter Mitwirkung der Hauptproduzenten Patrick Leonhard und William Orbit entstand ein Album zwischen Dance, Rock und Electronica, das auch zwei Trance-/ Technostücke („Skin“, „Sky Fits Heaven“) enthielt, die sich an der europäischen Clubszene orientierten. Das Album verkaufte sich über 17 Millionen mal und die ausgekoppelten Singles konnten sich erfolgreich in den Charts platzieren. Das Video zu „Frozen“ löste 1998 einen neuen Modetrend aus: Henna-Tätowierungen und Ethno. Mit dem Video für die letzte Single-Auskopplung „Nothing Really Matters“ wollte sich Madonna für die damals geplante Verfilmung von „Die Geisha“ in Erinnerung bringen, allerdings wurde die Verfilmung damals verworfen und erst 2005 mit Zhang Ziyi realisiert. Als letzte Singleveröffentlichung war „Skin" vorgesehen (ein Remix befindet sich auf der zweiten Compilation des Remixers Victor Calderone). Stattdessen wurde mit "Beautiful Stranger" (aus dem zweiten Austin Powers Soundtrack) ein neuer Song veröffentlicht. 2001 warb der Song "Ray of Light" als offizieller Werbesong für das Betriebssystem Windows XP von Microsoft. „Ray of Light“ etablierte Madonna als ernstzunehmende Musikerin. 2006 wurde das Album als eines der „Capital Gold's All-Time Top 500" der britischen Charts ausgezeichnet.
